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Sanierung von Rissen


Vorab:

Um eine wirksame Rissnachbesserung zu erzielen, muss zuerst eine abgeschlossene Schadens-

analyse erfolgt sein. Bei der Ursachenermittlung muss geklärt werden, ob die Rissbildungsursache

zur Ruhe gekommen ist, oder ob sie noch weiter aktiv ist. Dieses kann z.B. durch das „Setzen“ von

Gipsplomben erfolgen.


Möglichkeiten der Nachbesserung:


Bei Außenbauteilen können Risse mit einer Weite von unter 0,2 mm durch Imprägnierung saniert und weitestgehend unschädlich gemacht werden. Achtung: Dieses Verfahren sollte alle 7 – 10 Jahre wiederholt werden.


Überklebungen wie z.B. bei Dachabdichtungen sind ein wirksames Mittel um Risse unschädlich zu machen. Es ist jedoch darauf zu achten, dass das Erscheinungsbild nicht gestört wird.


Starrer Rissverschluss: Wenn sich die Rissbildung eingestellt hat, so können die Risse nach vor-herigem Erweitern starr geschlossen werden. Da kleine Rissflankenbewegungen nicht ausge-schlossen werden können, empfiehlt es sich hierfür Spachtelmassen mit einem niedrigen Elastizitätsmodul (z.B. kunstharzmodifizierter Mörtel) zu verwenden. An der Wandoberfläche sollte dann mit dehnfähigen Oberbelägen einem erneuten Abriss entgegengewirkt werden.


Kraftschlüssiger Rissverschluss: Bei Beton ohne größere Hohlräume ist es möglich, mit Hilfe von Kunstharzen, Rissbildungen kraftschlüssig zu schließen. Achtung: Die Rissflanken müssen sorg-fältigst von allen losen Bestandteilen befreit werden. Dieses kann z.B. durch Ausblasen geschehen.


Achtung: Es wird in jedem Fall geraten, vor Beginn einer Risssanierung ein qualifiziertes Unter-nehmen zu beauftragen, oder sich bei einem solchen eingehend über die entsprechenden Materialien und deren Verarbeitung zu informieren.